Professionalisierung für die Inklusive Bildung (DEEP–PROFIE)

Kategorie Projekt

Ausgangslage und Ziele

DEEP–PROFIE erforscht, wie Heilpädagog:innen in einer Kultur der Digitalität gezielt professionalisiert werden können. Im Zentrum stehen digitale Kompetenzen, die für inklusiven Unterricht notwendig sind, von Assistiven Technologien bis zu inklusiver Medienbildung. Mit einem designbasierten Forschungsansatz werden Bedarfe von Heilpädagog:innen erhoben, Weiterbildungsprogramme entwickelt, erprobt und evaluiert. In Zusammenarbeit mit DEEP Professionalization entsteht ein wissenschaftlich fundiertes Weiterbildungsangebot, das dauerhaft an der HfH und Partnerstandorten verankert werden soll.

Projektleitung

Ingo Bosse Titel Prof. Dr.

Funktion

Co-Leiter a.i. Institut für Lernen unter erschwerten Bedingungen / Professor für ICT for Inclusion

Daniela Nussbaumer Titel Prof. Dr.

Funktion

Professorin für MINT-Lernen und -Lernentwicklung unter erschwerten Bedingungen

Fakten

  • Dauer
    08.2025
    12.2027
  • Projektnummer
    1_38

Projektteam

Finanzielle Unterstützung

  • Jacobs Foundation

Ausgangslage

Digitale Medien sind zentral für Teilhabe und Inklusion. Sie können Barrieren abbauen, individualisiertes Lernen ermöglichen und digitale Teilhabe fördern. Für Heilpädagog:innen fehlen jedoch systematische Professionalisierungsprogramme, die digitale Kompetenzen, Assistive Technologien und Inklusionsaspekte verbinden.

Methode

Das Projekt nutzt einen Design-Based-Research-Ansatz. Es umfasst Bedarfsanalysen mit Lehrpersonen (Interviews, qualitative Inhaltsanalysen), die Entwicklung und Durchführung eines ersten Professionalisierungsprogramms sowie das Einholen von Feedback von Stakeholdern, wie Lehrpersonen, Schulleitungen und Bildungsbehörden.

Erwartete Ergebnisse

  • Identifikation von Bedarfen und Kompetenzen für inklusiven Unterricht in einer Kultur der Digitalität
  • Entwicklung und Evaluation eines Professionalisierungsprogramms für Heilpädagog:innen
  • Nachhaltige Verankerung des Angebots an der HfH und in Zusammenarbeit mit kantonalen Bildungsbehörden

Fazit für die Praxis

Das Projekt liefert konkrete Konzepte für die Weiterbildung von Heilpädagog:innen im digitalen Zeitalter. Dadurch sollen Lehrpersonen gezielt befähigt werden, digitale Werkzeuge für inklusiven Unterricht einzusetzen und so die Chancengerechtigkeit in der Volksschule zu fördern.

Literatur

  • Bosse, I. K., Nussbaumer, D., & Hövel, D. C. (2024). The role of ICT as LT in shaping inclusive and special education – A systematic review for 2012–2023. Journal of Enabling Technologies, 18(2–3), 134–168. https://doi.org/10.1108/jet-09-2023-0036
  • Warmdt, M., Seifert, A., & Schuldt, C. (2025). Teacher competencies for digital and inclusive education. European Journal of Special Needs Education, 40(1), 88–105.