DigiCamp an der HfH: Innovation macht Teilhabe möglich

Kategorie Medienmitteilung

Inklusion im Klassenzimmer: Studierende mit einer Beeinträchtigung waren Teil der Teams

Kontakt

Nina Hug Titel Dr. rer. soc.

Funktion

Leiterin Hochschulkommunikation / Senior Consultant

Im DigiCamp vom 2. bis 6. Februar 2026 entwickeln 66 Studierende interdisziplinäre Lösungen für Alltagsprobleme bei komplexen Behinderungen, ein spezifischer Fokus liegt erstmals auf Prototypen für Personen mit Sehbeeinträchtigungen. Die Studierenden setzen 3D-Druck ein, programmieren und profitieren von der multidisziplinären Teamzusammenstellung, zu der auch Studierende und Schüler:innen mit Behinderung gehören.

Mithilfe der Design-Thinking-Methode erarbeiten Studierende unter Verwendung innovativer Technologien wie 3D-Druck und Programmierung Lösungen für konkrete Problemstellungen von Menschen mit einer Behinderung. Dieses Jahr fokussiert das DigiCamp in Kooperation mit der Schule Fokus Sehen spezifische Lösungen für Menschen mit Sehbeeinträchtigung, ohne jedoch die Offenheit für weitere Personengruppen zu verlieren. Die entwickelten Lösungen werden vor Ort im ALL4all – Sign Language and Access Technologies Lab der HfH hergestellt, getestet und im Verlauf der Woche weiterentwickelt hin zu Prototypen, die genutzt werden können.

Kooperationspartner:innen. Am DigiCamp sind die Interkantonale Hochschule für Heilpädagogik (HfH), die FH OST, die ETH Zürich, die Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und das Institut Unterstrass beteiligt.

Medieneinladung

Wir laden Sie als Medienvertreter:innen herzlich ein, am Donnerstag, den 5. Februar 2026 um 10.00 Uhr im ALL4all Lab der HfH einen Eindruck von den Prototypen zu gewinnen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Teams hautnah mitzuerleben.

Am Donnerstag, 5. Februar, stehen Ihnen zudem Studierende, die Schüler:innen der Schule Fokus Sehen und Dozierende des DigiCamps für Interviews zur Verfügung. Sie geben Einblick in die Vorgehensweise zur Erstellung der Prototypen und darin, wie sie mit Hilfe von einfacher Sprache und dem Einsatz moderner Technologie die Teilhabe von Menschen mit Behinderung stärken.

Kontakt für Rückfragen und Anmeldung. Dr. Nina Hug, Leiterin Hochschulkommunikation, +41 44 317 12 21, nina.hug [at] hfh.ch

Teilhabe im Fokus

Im praxisnahen Wintercampus steht das Gelingen von Teilhabe im Fokus. Dies gleich im doppelten Sinn. Erstens arbeiten die Studierenden der HfH, der OST (Studiengänge Digital Design und Informatik), der ETHZ (Studiengang Health Sciences) und der ZhdK (Studiengang Industrial Design) gemeinsam mit Studierenden mit Behinderungen aus dem Projekt écolsiv (Institut Unterstrass) und Schüler:innen der Schule Fokus Sehen sowie einem Teilnehmer der Institution Tanne an Alltagslösungen.

Für die Teilhabe aller Studierender gilt es, zum Teil komplexe Sachverhalte in einfacher Sprache auszudrücken und in den Gruppen herauszufinden, wer welchen Beitrag leisten kann. Zweitens sollen die entwickelten Prototypen konkrete Hilfestellungen für Menschen mit Behinderung darstellen. Unter dem Motto «ICT for Inclusion» entstanden letztes Jahr u. a. haptische Kommunikationshilfen, Öffner für Joghurt-Becher, eine App für Rollstuhl-Yoga, Hörgeräte und Cochlea-Implantate für Puppen im Kindergarten oder ein Rubik's Cube für blinde Menschen.