25-Jahr-Jubiläum: Im Stottercamp ungewohnte Situationen gemeinsam meistern

Kategorie Medienmitteilung

Im Stottercamp setzen sich Jugendliche mit sich und ihrem Sprechen auseinander. Das diesjährige 25. Stottercamp findet vom Sonntag, 5. Juli bis Freitag, 10. Juli 2026 in Andwil (SG) statt. Das Camp ist mit zwölf Teilnehmer:innen wie schon in den Vorjahren ausgebucht.

Kontakt

Wolfgang G. Braun Titel Prof.

Funktion

Senior Lecturer / Leiter Förderzentrum

Nina Hug Titel Dr. rer. soc.

Funktion

Leiterin Hochschulkommunikation / Senior Consultant

Das Stottercamp ist ein Therapiecamp für Kinder und Jugendliche, die zwischen 11 und 18 Jahre alt sind. In den letzten 25 Jahren nahmen bereits über 350 Jugendliche mit Stottern am Camp teil und stärkten ihr Selbstbewusstsein im Umgang mit der Redeflussstörung – ein grosser Erfolg für das besondere Angebot unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang G. Braun, Senior Lecturer am Institut für Sprache und Kommunikation.

Sprachtherapie und Erlebnispädagogik. Unter der Betreuung von erfahrenen Therapeut:innen setzen sich die Jugendlichen mit ihrer Kommunikationsstörung auseinander und verbringen dabei viel Zeit im Freien. Das Camp zeichnen nämlich seit seiner Gründung im Jahr 2001 zwei wichtige Komponenten aus: ein sprachtherapeutisches Angebot sowie erlebnispädagogische Aktivitäten wie Klettern, Niedrigseilgarten und Bogenschiessen, die eng mit den sprachtherapeutischen Zielen verbunden sind. Aktivitäten in der Natur, gemeinsames Problemlösen und herausfordernde, aber freiwillige «Mutproben» schaffen reale Kommunikationsanlässe, in denen die Kinder und Jugendlichen persönliche Fortschritte bezüglich ihrem Sprechen feiern können.

Selbstbewusst und selbstwirksam. Die Erfahrungen zeigen: Die Jugendlichen können durch das Gruppenerlebnis mit Gleichbetroffenen in einem ungezwungenen Rahmen ihre Ängste abbauen und einen selbstbewussten Umgang mit dem Stottern lernen. Die Hauptbotschaft ist: Das Stottern darf sichtbar werden, ohne dass ihr Sprechen abgewertet wird – ganz gemäss dem Motto des Camps «Gestärkt quer in der Landschaft stehen!».

App STAN unterstützt im Alltag. Um die Nachhaltigkeit der Therapiewoche sicherzustellen, geht das Stottercamp einen innovativen Weg und hat die Therapie-App STAN (Stottertherapie appintegrierte Nachsorge) entwickelt. Die App ist integraler Bestandteil des Camps und bietet über 250 Übungen, die dabei unterstützen, das Erlernte im Alltag anzuwenden.

Kooperation. Das Stottercamp wird von der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) in Kooperation mit dem Forschungsinstitut für Erlebnispädagogik der Evangelischen Hochschule Hessen durchgeführt. Logopädiestudierende der HfH sind von Anfang an stark in die Planung des Camps involviert, zudem nehmen sie als Pat:innen für die teilnehmenden Jugendlichen an der Woche teil. So konnten bereits über 450 Studierende praktische Erfahrung in der Stottertherapie während ihrer Ausbildung sammeln. Ein gutes Beispiel für die erfolgreiche Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis.

Für Medienschaffende

Interviews mit dem Leiter des Camps, Prof. Wolfgang G. Braun, mit Studierenden sowie mit einzelnen Teilnehmer:innen sind möglich. Nach Absprache können auch Camp-Besuche für Radio-, TV- und Printmedien organisiert werden. Gerne stellen wir Ihnen auf Anfrage Bildmaterial zur Verfügung.

Sind Sie an einem Interview interessiert oder möchten das Stottercamp besuchen? Bitte melden Sie sich bei Prof. Dr. Wolfgang G. Braun, Leiter des Stottercamps, oder bei Dr. Nina Hug, Leiterin Hochschulkommunikation.