Nationale Längsschnittstudie zur digitalen Mediennutzung von Kindern

Kategorie News

Im Mai 2026 startet die nationale Längsschnittstudie «Swiss Preschoolers’ Screen Exposure» (SWIPE). Mit der Studie sollen Auswirkungen von Bildschirmnutzung auf die sozio-emotionale, sprachliche und motorische Entwicklung von Kleinkindern untersucht werden.

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Fabio Sticca Titel Prof. Dr.

Funktion

Professor für Diagnostik und Förderung sozio-emotionaler und psychomotorischer Entwicklung

Bildschirme gehören heute zum Alltag von vielen Kleinkindern und werden vielfältig eingesetzt. Diese allgegenwärtige Medienpräsenz wirft eine wichtige Frage auf: Wie wirkt sich der frühe Kontakt mit digitalen Geräten auf die kindliche Entwicklung aus? Das Ziel der Studie ist es, besser zu verstehen, unter welchen Bedingungen Bildschirmzeit die kindliche Entwicklung beeinflusst. Die Resultate sollen eine Grundlage für evidenzbasierte Empfehlungen im Umgang mit digitalen Medien im frühen Kindesalter schaffen.

Prof. Dr. Fabio Sticca, Professor für Diagnostik und Förderung sozio-emotionaler und psychomotorischer Entwicklung, äussert sich zur Relevanz der Studie: «Wer verstehen will, was Bildschirmmedien mit Kindern machen, muss zuerst verstehen, was Kinder mit Bildschirmmedien machen. Ob ein Kind alleine vor dem Tablet sitzt oder gemeinsam mit den Grosseltern videotelefoniert, ob es ein Lernspiel spielt oder beim Abendessen nebenher Videos schaut: der Kontext und der Inhalt machen den Unterschied. SWIPE stellt sich dieser Komplexität, weil pauschale Antworten der Realität von Kindern nicht gerecht werden.»

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Interdisziplinäres Team. Prof. Dr. Fabio Sticca, Professor für Diagnostik und Förderung sozio-emotionaler und psychomotorischer Entwicklung an der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH), leitet die Studie gemeinsam mit Prof. Dr. Nevena Dimitrova (HES-SO) und Dr. Eva Unternährer (Universität Basel). Die Studie wird vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.

Innovative Forschung. Über einen Zeitraum von vier Jahren (2026–2029) werden rund 2000 Eltern-Kind-Paare zu drei Zeitpunkten befragt (Frühjahr 2026, Frühjahr 2027 und Frühjahr 2028). Neben Online-Fragebögen kommen auch innovative Methoden wie passive Sensing-Apps, Sensor-Uhren und Entwicklungstests zum Einsatz, um die digitale Mediennutzung zu erfassen.