Mit dem Master Psychomotoriktherapie stärke ich meine Profession

Kategorie News

Anina Weber ist begeistert vom Studiengang Master Psychomotoriktherapie. Die Studieninhalte sind eine Bereicherung für ihren Berufsalltag und schaffen eine fachliche und evidenzbasierte Grundlage in ihren Therapiestunden.

Kontakt

Sina Mächler Titel MSc

Funktion

Mitarbeiterin Hochschulkommunikation, Marketing

Anina Weber arbeitet seit knapp 12 Jahren als Psychomotoriktherapeutin bei der Stiftung pädagogisch-therapeutisches Zentrum (PTZ) im Kanton Basel-Landschaft und befindet sich derzeit mitten im konsekutiven Masterstudiengang in Psychomotoriktherapie an der HfH. Nach ihrem dreijährigen Bachelorstudium in Psychomotoriktherapie sammelte sie Praxiserfahrung in der Arbeit mit Kindern und deren Umfeld. Der Master bietet ihr die Möglichkeit, ihre berufliche Praxis wissenschaftlich zu vertiefen, Zusammenhänge besser zu verstehen und sich im interdisziplinären Austausch sicherer zu bewegen.

Der Master Psychomotoriktherapie an der HfH vertieft Kompetenzen in evidenzbasierter Praxisentwicklung, Beratung, Leadership sowie multiprofessioneller Zusammenarbeit; Kompetenzen, die in der heutigen Bildungslandschaft zur Tragfähigkeit der Schule beitragen. Das berufsbegleitende Studium baut auf dem Bachelor Psychomotoriktherapie auf, und ist mit dem Fokus auf individuelle Schwerpunktsetzungen im Rahmen von Praxisprojekten stark anwendungsorientiert.

Wie wurdest du Psychmotoriktherapeutin? Kannst du deinen beruflichen Werdegang kurz beschreiben?

Mein erster Beruf war Hebamme. Nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass ich mir nicht vorstellen konnte, noch Jahrzehnte im Schichtdienst zu arbeiten. Auf der Suche nach einer passenden Ausbildung, kamen mir meine eigenen Schulerfahrungen in den Sinn, die nicht immer einfach waren. Dadurch konnte ich sehr gut nachempfinden, wie sich viele Kinder im Schulalltag fühlen. Dieser Reflexionsprozess führte mich schliesslich zur Psychomotoriktherapie. Ich informierte mich im Berufsberatungs- und Informationszentrum, absolvierte anschliessend die damalige Aufnahmeprüfung und begann im September 2011 das Bachelorstudium an der HfH, das ich im Juni 2014 abschloss. Aktuell arbeite ich als Psychomotoriktherapeutin bei der Stiftung PTZ und betreue gemeinsam mit vier Arbeitskolleginnen Kinder aus 26 Gemeinden im Kanton Basel-Landschaft.

Das sind ganz schön viele Kinder. Wie erlebst du deinen Beruf?

Wenn man spürt, dass ein Kind gerne in die Therapiestunde kommt, dann ist das sehr motivierend. Es gibt jedoch auch frustrierende Momente, wenn man merkt, dass vor allem im ländlichen Raum die Psychomotoriktherapie noch nicht überall verankert ist oder selbstverständlich angeboten wird. Oft muss ich selbst aktiv auf Lehrpersonen zugehen und mir mein Netzwerk aufbauen. Gleichzeitig spüre ich von den Eltern viel Dankbarkeit – sie sind froh, dass ihr Kind einen Platz bei der Psychomotoriktherapeutin hat und gefördert wird.

Du hast nach dem Bachelor nun auch den Master in Psychomotoriktherapie begonnen. Was war deine Motivation den konsekutiven Masterstudiengang in Angriff zu nehmen?

Zum einen war da Neugier und Freude am Lernen – ich empfinde Bildung als grosses Privileg. Zum anderen wollte ich bewusst Themen vertiefen, bei denen ich in der Praxis anstehe. Wie überprüfe ich eine therapeutische Massnahme? Was bedeutet das «Selbstkonzept» genau? Auch die berufspolitische Bedeutung des Masterstudiengangs war mir wichtig, denn für die Weiterentwicklung der Psychomotoriktherapie als Profession ist ein konsekutiver Masterstudiengang zentral.

Wie hat sich dein Wissensstand durch den Masterstudiengang verändert?

Ich habe das Gefühl, dass sich mein Wissen nicht nur verbreitert, sondern vor allem vertieft hat. Im Austausch mit anderen Fachpersonen kann ich heute leichter zwischen inhaltlichen, ethischen, berufspolitischen und organisatorischen Ebenen unterscheiden. Dadurch kann ich gezielter evidenzbasierte Argumente einbringen und Entscheidungen basierend auf dem neu erworbenen Fachwissen treffen.

Was gefällt dir besonders gut am Studium an der HfH?

Besonders wertvoll finde ich die Möglichkeit, mich wirklich in ein Thema «hineinzubeissen» und es kritisch zu hinterfragen. Das Portfoliomodul 1 hat mich dabei besonders begeistert und weitergebracht: Es fordert Reflexion, kritisches Denken und die Auseinandersetzung mit alternativen Ansätzen. Im Zentrum steht, sich selbst im Zusammenhang mit dem Beruf besser zu verstehen, zum Beispiel: Wo habe ich Vorurteile? Wie gehe ich mit ethischen Dilemmas um? Welche Werkzeuge helfen mir, mein eigenes therapeutisches Handeln zu reflektieren?

Das Studium beansprucht viel Zeit neben der Arbeit. Wie bringst du Studium und Beruf unter einen Hut?

Ich arbeite aktuell in einem 70%-Pensum in der Therapie. Mein Arbeitgeber unterstützt mein Masterstudium sehr, was keine Selbstverständlichkeit ist. Neben den Präsenzzeiten an der HfH investiere ich viel Zeit ins Selbststudium. Die grösste Herausforderung bleibt das Zeitmanagement: zwischen Beruf und Studium hin- und herzuwechseln und gleichzeitig beides sinnvoll miteinander zu verknüpfen.

Möchtest du abschliessend noch etwas zum Studiengang Psychomotoriktherapie sagen?

Ich schätze es sehr, dass die HfH den konsekutiven Master in Psychomotoriktherapie anbietet – berufspolitisch ist das enorm wichtig. Die intensive Begleitung durch die Dozierenden ist ein grosses Privileg und heisst für mich, dass es der HfH wirklich um die Weiterentwicklung des Berufs geht.

Mehr zum Studium erfahren

  • Du bist interessiert am Master Psychomotoriktherapie? Dann melde dich für die nächste Infoveranstaltung an. Zur Infoveranstaltung
  • Du möchtest allgemein mehr zur Ausbildung an der HfH erfahren? Die wichtigsten Informationen auf einen Blick: Zur Ausbildung
  • Bei Fragen steht dir auch die Studiengangsleiterin zur Verfügung. Am besten du kontaktierst sie via E-Mail an: studiengangleitungMAPMT [at] hfh.ch.