Rekord bei den Anmeldezahlen: HfH stärkt die Ausbildung, um dem Fachkräftemangel zu begegnen
Kategorie Medienmitteilung
Die Anmeldezahlen der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik (HfH) sind im letzten und in diesem Jahr deutlich gestiegen. Im Vergleich zu 2024 meldeten sich 2025 rund 17% mehr Studierende für ein Studium im Bereich der heilpädagogischen und therapeutischen Praxis an, in diesem Jahr sind es gar 21% mehr als im Jahr 2024.
Den grössten Anteil der Anmeldungen verzeichnete dieses Jahr der Master Schulische Heilpädagogik (MA SHP): 519 Personen haben sich für ein Studium der Schulischen Heilpädagogik im 2026 angemeldet. Die Bachelorstudiengänge Logopädie (BA LOG) und Psychomotoriktherapie (BA PMT) erhielten ebenfalls viele Anmeldungen, mit 148 für die Logopädie und 132 für die Psychomotoriktherapie. Für den Masterstudiengang Heilpädagogische Früherziehung bleiben die Anmeldezahlen ähnlich wie in den Vorjahren.
Mit dem Wachstum leistet die HfH einen direkten Beitrag zur Stärkung der Tragfähigkeit der Schulen und des Bildungssystems. Der Master Schulische Heilpädagogik qualifiziert Lehrpersonen für komplexe Aufgaben in der Heil- und Sonderpädagogik – studierenden kann man in Zürich, wie auch in Chur, Rorschach, Schaffhausen und Brig in Kooperation mit den jeweiligen kantonalen Pädagogischen Hochschulen. Ziel ist die Stärkung der Schulen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit heterogen Lernvoraussetzungen.
Ausblick. Der Bedarf and heil- und sonderpädagogischen Fachpersonen bleibt auch zukünftig hoch. Die jüngsten Referenzszenarien des Bundesamts für Statistik (BFS, 2025) prognostizieren zwar ab 2027 einen Rückgang der Gesamtschülerzahlen in der obligatorischen Schule – eine direkte Folge der seit Jahren sinkenden Geburtenraten. Gleichzeitig zeigt sich jedoch ein klarer Gegentrend: Immer mehr Kinder und Jugendliche benötigen besondere Unterstützung im Schulalltag. Im Kanton Zürich beispielsweise hat sich die Anzahl Lernende mit Bedarf an verstärkten sonderpädagogischen Massnahmen zwischen 2018 und 2025 verdoppelt. Der Mangel an heil- und sonderpädagogischen Fachpersonen bleibt damit eine zentrale Herausforderung. Die HfH wird ihre Ausbildungskapazitäten deshalb weiter ausbauen, damit auch zukünftig alle Kinder und Jugendlichen – unabhängig von ihren Lernvoraussetzungen – die kompetente Unterstützung erhalten, die sie brauchen.
Hinweis zur Medienmitteilung der Bildungsdirektion. Die Bildungsdirektion hat Ende März in einer Medienmitteilung informiert, dass für das Schuljahr 2026/2027 kein Mangel an Regellehrpersonen mehr besteht. Jedoch sieht die Situation bei den Schulischen Heilpädagog:innen anders aus. Zur Medienmitteilung